Im Tongariro Nationalpark machen wir unsere erste Hüttenwanderung zu dritt. Es geht zur Whakapapaiti Hut am Fuße des Ruapehu. Wir starten erst Mittags und laufen 2 km bzw 1,5 Stunden bis zur Hütte. Matthias trägt alles für uns drei und der Kleine schläft bei Isabel in der Trage. In der Hütte angekommen richten wir uns in dem kleinen Nebenraum ein, wir wollen zwei Nächte bleiben, damit sich der Aufwand lohnt.
Wir sind unsicher wie die Leute auf ein Baby in der Hütte reagieren werden. Bei unserem letzten Besuch in Neuseeland waren wir extrem viel in Hütten unterwegs und haben dabei maximal Kinder um die zehn Jahre gesehen. Die Hütte hier liegt zwar einen Steinwurf weit vom weltberühmten Tongariro crossing, der angeblich schönsten Tageswanderung der Welt, aber hier gehen eher die Eingeborenen Kiwis (Neuseeländer) wandern. Von denen taucht auch gleich ein ganzer Schwung abends auf.


Den nächsten Tag verbringen wir mit essen, den Kleinen füttern und kleinen Ausflügen, vor allem gehen wir etwas den weiteren Weg auskundschaften. Wir können entweder den Weg zurück den wir gekommen sind, oder in einer Schleife zurück was doch deutlich interessanter wäre. Ein kurzer Blick auf den Bach kurz hinter der Hütte zeigt uns dass wir ohne Probleme die Schleife zu Ende laufen können, der Bach führt gerade fast kein Wasser und lässt sich einfach durchqueren. Auch am zweiten Abend haben wir reichlich Gesellschaft in der Hütte, und nur positives Feedback. Am Nachmittag des dritten Tages erreichen wir nach ein paar Stunden und 8 km wunderschönen Weges wieder die Straße. Per Anhalter fährt Matthias zurück zum Auto das noch am Anfang des Weges steht. Mit dem guten Gefühl dass unser Experiment geglückt ist machen wir uns Richtung Dusche auf den Weg.