Von Bluff fahren wir über Alexandra noch einmal nach Wanaka, wo wir den Rob Roy Walk machen wollen. Leider erfahren wir im DOC-Visitorcenter, dass das Wetter in den nächsten drei Tagen in den Bergen nicht gut sein soll. Hier in Wanaka ist dafür strahlender Sonnenschein und so machen wir eine kleine Wanderung hinter Wanaka, im Mount Aspiring Nationalpark zum Diamond Lake. Auf einem Basic-Campsite in Albert Town übernachten wir und dann geht es über Twizel weiter nach Mount Cook. Unterwegs machen wir noch einen kleinen Abstecher zu schönen Felsformationen aus Sandstein, die nur über ein private Straße gegen 5 NZ Dollar Wegzoll zu erreichen sind.

In Mount Cook Village gibt es natürlich kein einziges freies Bett mehr und so gehen wir, wie es eigentlich auch geplant war, auf den DOC Campingplatz, nachdem der Regen aufgehört hat und wir den Kleinen in einem Cafe gefüttert haben. Das Zelt aufbauen erweist sich nicht ganz einfach. Wir suchen erst eine Weile nach einem guten Platz, da die Plätze entweder belegt sind oder nass oder total im Windzug. Einmal Zelt aufbauen, aber der Wind fegt hier so sehr durch das Tal, dass es die Stangen ganz schön biegt und wir uns einen neuen Platz suchen. Viele Andere bauen ab und schlafen in ihren Autos. Hier steht auch ein für Expeditionen ausgestattetes Monster 4WD Auto mit schweizer Kennzeichen! Zum Abendessen schrauben wir den Kinderstuhl “Lobster” an eine Bank in der Campingküche, wo wir auch alle drei lecker Bratkartoffeln, Rührei und Speck essen. Als Tagesausflug machen wir den Hooker Valley Track, dauert 3 Stunden für 12 km. Matthias trägt den Kleinen in der Trage vorne. Wir haben bestes Wetter als wir beim Hooker Lake den Hooker Glacier und die kleinen Eisberge welcher der Gletscher in seinen See entlässt, bewundern. Zum Kea Point (angegeben mit 1 Stunde) laufen wir am nächsten Morgen früh morgens um 8 Uhr, da der Kleine nicht mehr schlafen mag, was auch sein Gutes hat, denn so sind wir auf dem ganzen Weg und am Kea Point alleine und haben auch noch gutes Wetter und gute Sicht, bevor es wieder zu zieht. Danach bauen wir das Zelt ab und fahren weiter nach Lake Tekapo. In Tekapo laufen wir auf Mount John hoch, von dort hat man eine tolle Aussicht auf den See und die Berge.

Von Tekapo aus geht es weiter nach Mt. Somers, wo wir eine kleine Hütte auf einem Holiday Park für die nächsten Tage finden. Einen der sehr schönen Tage verwenden wir darauf das Tal hoch über einen Schotterweg mit Furten zum Mt. Sunday zu fahren, besser bekannt als Edoras aus Herr der Ringe.

Nach ein paar Ruhetagen und einem Ausflug zum Meer in Timaru fahren wir zurück nach Mt. Somers und gehen endlich den Wanderweg (Mount Somers Track) an. Es geht zuerst an alten Minen vorbei das Tal hoch zur Woolshed Creek Hut. Wir haben einen Raum für uns, der Kleine schläft durch, während im Raum nebenan lustig vor sich hin geschnarcht wird. Ein paar Jäger sind später noch angekommen, schlafen draußen (wunderschöner Sternenhimmel) während Hasen um sie herum hoppeln…. Ein schönes Bild. Am Tag darauf geht es über den Sattel entlang der Flanke des Berges, welche aus beeindruckenden Lavaformationen besteht, zur Pinnacles Hut (nicht zu verwechseln mit der Pinnacles Hut auf der Nordinsel). Gegen abend füllt sich die Hütte komplett. Mit einem recht anspruchsvollen Abstieg beenden wir unsere letzte Wanderung in Neuseeland, zumindest für diesen Besuch.