Nepal

Gut angekommen in Neapel

Hallo zusammen,

in der Nacht vom 14. auf 15.03. sind wir wohlbehalten in Kathmandu
angekommen. Der 15. wurde damit verbracht, die ersten organisatorischen
Dinge fuer die teilweise Umrundung des Annapurna-Massivs zu erledigen,
ausserdem wurde die Touristenmeile hier von uns aufgemischt. Ausser 
Drogen, die man uns natuerlich auch angeboten hat, haben wir fast ueberall
zugeschlagen.

Am 16. wurde das Gepaeck geteilt, wir werden nur mit dem Noetigsten auf die 
etwa 10 Tage Tour mit max. 5.200 Metern gehen, der Rest wird nachgeschickt.
Morgen geht es los, wir fahren mit Bus und evtl. noch Jeep moeglichst weit 
hoch, da wir fuer die komplette Tour von etwa 20 Tagen keine Zeit mehr 
haben. Insoweit werden wir uns vorraussichtlich auch erst wieder in 12 Tagen 
melden.

-- Heiko/HEINO

Thorung La bezwungen

Hallo alle zusammen,

vorgestern haben wir den "biggest pass of the world" bezwungen und sind alle 
wohlbehalten im nur 3800m ueNN gelegenen Muktinath angekommen.

Berauscht von diesem Erfolg haben sich Knuepfer, Wanja, Krascha und Heino 
auf den Weg zum Poon Hill gemacht. Wegen Schmerzen in meinem rechten Knie 
musste ich (Phillip) dieser Herausforderung leider trotzen und bin direkt nach 
Pokhara vorgereist. Der Rest der Gruppe wird in 2-3 Tagen nachkommen und 
dann mit mir zusammen nach INdien weiter reisen.

Die Erlebnisse seit unserer Ankunft in Kathmandu werden wir demnaechst 
nachreichen, versprochen!

-- Phillip

Annapurna

Hier nun noch der versprochene, wenn auch entwas verspaetete Bericht zu
unserer Wanderung um das Annapurna Massiv:

Wir haben es geschaft, ohne groessere Komplikationen die interessanten Teile
des Annapurna Circuits abzuschliessen. Hoehepunkte waren wohl der Thorung
La Pass (wie Phillip schon geschrieben hat) mit 5416 Meter einer der hoechsten
Paesse die man ohne spezielle Ausruestung erreichen kann und der Poon Hill,
ein 3200 Meter Hoher "Huegel" auf der Suedseite des Annapurna Massivs der
eine phantastische Sicht auf zwei Berge ueber 8000 Meter bietet.



Zum Glueck wurde keiner von uns Hoehenkrank und abgesehen von
Knieproblemen und Erkaeltungen gab es keine Gesundheitlichen Beschwerden.

Die erste Woche des Wanderweges hat uns durch ein wunderschoenes Tal
gefuehrt mit staendig wechselnder Vegetation und interessanten Leuten. Das
besondere an dem Weg ist, das im Tal viele tibetisch gepraegte
Dorfgemeinschaften exisisteren und das Tal (noch) nicht durch eine Strasse
erschlossen ist. Der westliche Teil ist bereits komplett per Strasse erreichbar,
abgesehen von einigen wenigen Teilstuecken wie dem Weg ueber den Poon Hill.
So konnten wir auf dem oestlichen Teil noch Traeger und Esel Kolonnen sehen
die alles vom Fernseher ueber Klopapier bis zu ganzen Huehnerstaellen auf den
Ruecken nach oben Tragen.

Die Einheimischen tragen hier Lasten bis ueber 100 Kilogramm eine Woche lang
das Tal hinauf. Selbst Wanja hat es nicht geschaft die Last eines kleinen Mannes
auch nur anzuheben. Interessanterweise tragen sie alles mit einer Schlinge die
am Kopf befestigt wird so dass die Last genau senkrecht auf der Wirbelsaeule
lastet.


Nach der ersten Woche erreichten wir Manang, auf 3600 Meter Hoehe und zum
Akklimatisieren an die Hoehe perfekt geeignet. Nach zewei Naechten ging es
weiter, von hier ab wurden die Tagesetappen von Tag zu Tag kuerzer um mehr
Zeit zur Akklimatisierung zu erlauben. Von 3600 Meter in Manang auf 4200 und
dann schliesslich noch eine Nacht auf 4500 Meter.



Es gibt auch nicht viele andere Moeglichkeiten wenn man bis nach Manang
gekommen ist. Wer von hier weg will muss umdrehen und ca 6 Tage zurueck
laufen bis der erste Jeep faehrt, ausfliegen (sehr teuer) oder eben ueber den
Pass mit 5416 Meter. Wir hatten gerade noch Glueck mit dem Wetter, waehrend
des Abstiegs hat es angefangen zu schneien.



Nach einem Tag Transport mit klapperigen Bussen durch steile Schluchten
haben wir uns noch einen Abend in den heissen Quellen in Tatopani ausgeruht.

Hier hat uns dann Phillip verlassen um sein Knie zu schonen Der Rest hat sich
aufgemacht noch ueber den Poon Hill zu laufen.

Den ganzen naechsten Tag sind wir die 1600 Meter durch bluehende
Rhododendron Waelder nach oben gelaufen, haben eine kurze Nacht in einem
Tea House mit einer richtig guten Dusche (!) verbracht um am naechsten Morgen
den Sonnenaufgang am Poon Hill zu geniessen. Der Abstieg von ca 2000 Meter
ging uns nochmal ordentlich in die Knie, vor allem die 500 Meter die nur aus
Steintreppe bestehen.

Jetzt geht das Abenteuer Nepal zu Ende, die letzte Etappe durch Indien steht
bevor.

Auf wiedersehen Nepal!

 

 

-- Knuepfer / Matthias