Der Norden

Mole Nationalpark

Vom Osten haben wir uns fix in den Norden aufgemacht, Richtung Tamale und
Mole Nationalpark. In über 16h Busfahrt in einem relativen Luxusbus
(Klimaanlage!) und bewaffneter Polizeieskorte (es gab einige Überfälle in der
Vergangenheit) schaffen wir es von Hohoe nach Tamale. Alternative wäre nur eine
dreitägige Reise mit TroTros gewesen über Straßen die in dieser Jahreszeit dazu
tendieren wegzuschwimmen. Um unsere Reservierung in der einzigen Unterkunft,
dem "Mole Motel" nicht zu gefährden, lassen wir die drei Tage Abenteuer für den
klimatisierten Bus sausen. Bestraft werden wir mit einer ordentlichen Erkältung.
Belohnt werden wir, nach einer spannenden Nacht in Tamale, mit ein paar Tagen
im Mole Nationalpark voller Elefanten, durchgeknallter Affen, Schmetterlingen und
Krokodilen. Sogar einen 1 Meter langen Waran bekommen wir zu sehen, wenn
auch nur kurz (sorry, kein Foto!).

Besonders viel Spaß haben wir mit den Affen, die es sich zur Aufgabe gemacht
haben Essen von den Tischen sorgloser Touristen zu klauen. Als ein besonders
zutraulicher Elefant am Tor des Motels vorbei schaut und alle Touristen beschäftigt
sind mit fotografieren machen sich die Affen sogar über die Mülltonnen her.

 

Streichelzoo mal anders

Nach dem Mole Nationalpark haben wir uns auf den Weg zur Küste gemacht. Ein
kleiner Aufenthalt in Kumasi, der alten Hauptstadt des Ashanti Königreiches und
dann ab zu einem schnuggeligen kleinen Hostel, das an einem See voller
Krokodile liegt. Zumindest dachten wir das. Es entpuppt sich eher als großer
Teich mit Restaurant auf Stelzen, Tourishop und Krokodilen die so voll gefuttert
sind das man sie anfassen kann. Wir durften auch einer Fütterung beiwohnen,
das Krokodil war so satt vom letzten Mal das es nicht mal das Filet essen wollte
das man ihm in den Mund schieben wollte. Luxus. Trotzdem haben wir auf dem
Weg von unserem Zimmer raus immer erst mal um die Ecke geschaut, ob eines
der Biester zufällig hier rumliegt. Faszinierend ist auch der Haufen Vögel die in den
Bäumen lautstark ihre Nester weben. Auch den schon obligatorischen Besuch im
angrenzenden Kakum Nationalpark haben wir von hier aus erledigt. Wir machen
den Canopy Walkway, bei dem es in fast schon schwindelnder Höhe durch den
Urwald geht.