Asien

So schnell war eine Reise noch nie geplant...

... und zwar als Hauruck-Aktion in ein paar Tagen. Plötzlich ging alles ganz schnell. Als endlich, nach ewigem Überlegen und viel Hin und Her, die Entscheidung für China und Nepal gefallen war, musste Visum, Zug und Tour ganz schnell organisiert werden. Ja, wir können wohl stolz sagen, dass wir ein bisschen geübt darin sind inzwischen, so dass es zwar ein paar stressige Tage waren, aber letztendlich hat alles dann geklappt. Und so geht es schon in ein paar Wochen los, von Stuttgart über Abu Dhabi nach Peking und 26 Tage später von Kathmandu wieder zurück.

Bald geht's los

Nicht mehr lang, dann geht es los. Heute noch Schlafsack getestet, hoffentlich wird's nicht ganz so kalt...

Auf dem Weg nach China

Nun endlich geht es los. Die letzten Tage waren anstrengend, jetzt endlich Urlaub. Isy hat sich noch nen grippalen Infekt geholt... Allerlei Medizin muss helfen, den Flug zu überstehen.  Mit der sbahn geht es zum Stuttgarter Flughafen. Dort checken wir ein, durch die Passkontrolle durch und los geht's über Abu Dhabi nach Peking!
 
 

Peking und die verbotene Stadt

Nach ca. 6 Stunden Flug landen wir in Abu Dhabi. Dort müssen wir noch einen zehn-Minuten-sprint hinlegen, um den Flieger nach China zu erwischen. Der Pilot im airberlin Flugzeug hatte die falsche Ortsuhrzeit von Abu Dhabi durchgesagt, zum Glück haben wir beim Sicherheitscheck auf die Uhrzeit geschaut. Es ist schon der "last call". Auch wenn wir noch nicht namentlich aufgerufen wurden. Wir erreichen den Flieger 10 Minuten vor dem geplanten Abflug. Allerdings stehen wir dann noch 45 Minuten bis wir wirklich starten. Diverse Leute kommen noch, diverse kommen nicht, obwohl ihr Gepäck schon an Bord ist.

Der Flug ist ruhig, geht ungefähr 7 Stunden, diesmal gibt es auch Entertainmentsysteme für jeden. Film gucken und schlafen, dann sind wir in Peking. Ich habe mir noch Medizin eingeworfen, zum Fieber senken. Zum Glück, denn wir müssen durch Körpertemperatur-Scanner durch. Die Einreise klappt ohne Probleme. Wir holen unser Gepäck und fragen uns zur subway durch, mit der es dann, mit einmal umsteigen, zum Hostel geht. Im Zimmer kurz erfrischende, es ist ganz schön heiß hier. 

Dann machen wir uns auf zur verbotenen Stadt. Viele sind schöne Stadttore, viele Menschen. Durch mehrere Tore, bis wir überhaupt die Ticketschalter erreichen. Die Palastanlage ist riesig, wunderschön und beeindruckend. Gegen Abend sind nicht mehr so viele Menschen da und die Sonne taucht die Anlage mit ihren geschwungenen Dächern und bunten Wänden in ein wunderbares warmes Licht.

Auf dem Weg zurück zum Hostel essen wir noch was. In dem Restaurant gibt es zum Glück eine Karte mit Bilder auf die wir zeigen können. Im Hostel geht Isy schlafen, ganz fit ist sie noch nicht. Matthias schaut noch, was es für Neuigkeiten von Nepal gibt. Leider keine guten... Wir müssen um planen...

The ancient great wall

Wir wachen total platt auf. Trotzdem bestellen wir kurz nach 7 Frühstück, dessen Ankunft an unserem Tisch sich aber so lange hinzieht, dass die ganze Tour deswegen später startet. Die Fahrt durch Peking, oder besser gesagt der Stau durch Peking dauert ca 2h, dann noch etwas durch die karge Hügellandschaft bis wir die ersten Teile der Mauer sehen. Wir werden zu einem alten und untouristischen Teil der großen Mauer gebracht. Hier ist kein Touribus und fast nix los. Die große Mauer ist faszinierend, wie sie sich die Hügel hoch schlingelt. Wir laufen von einem Turm zum nächsten und schließlich wieder zurück. Es gibt noch essen und dann geht es mit dem Minibus wieder zum Hostel. Wir packen unsere Rucksäcke und gehen zur Ubahn, die uns zum Beijing railway Station West bringt.

 

 

Im Zug nach Lhasa

Am Westbahnhof müssen wir einigen Leuten unser Ticket unter die Nase halten, bis wir die Wartehalle gefunden haben. Endlich dürfen wir das Ticket auch richtig benutzen und nach einer weiteren Inspektion unserer Pässe auch den Zug besteigen. Wir haben hard sleeper gebucht, das sind drei Betten über einander, zwei Reihen, keine Tür zum Gang. Das ist nun unser "Zimmer" für die nächsten 41 Stunden... Es sind fast nur Einheimische im Zug. Rucksäcke kommen unter die Bänke, ein paar Snacks noch und dann schlafen gehen.

Wir wachen als letzte am nächsten morgen auf. Es ist ganz schön warm unter der Decke, die es hier gibt. Frühstück und Zähne putzen. Das Klo ist schon "kaputt", also ein Abteil weiter. Eine Zugbegleiterin erklärt allerlei Sachen (dass aus einem ding in der wand bei Bedarf Sauerstoff rauskommt, wie uns eine junge Chinesin übersetzt) und verkauft Souvenirs. Einem Polizisten dürfen wir dann doch noch unser Tibet Permit zeigen.

Ab 16 Uhr wird die Landschaft richtig interessant. Wir sind über 3000 Meter, Kamele, Sanddünen und Seen, Ovos  und schneebedeckte Berge. Und alle hängen am Fenster! Wir natürlich auch.

Als das Licht ausgeht nach zehn Uhr, gehen wir auch schlafen. Am naechsten Morgen haengen wieder alle schon lang an den Fenstern. Wir werden von unseren Mitreisenden mit allerlei Fruechten, Suessem und Isy auch mit Medizin versorgt...

Es kommt nochmal eine 6-koepfige Polizeikontrolle vorbei. Und dann endlich, nach 41 Stunden Zugfahrt kommen wir kurz nach ein Uhr in Lhasa an! Ein tolles Gefuehl!

Lhasa - Dach der Welt

 
Am nächsten morgen lernen wir unseren tibetischen guide kennen, Pasang. Mit dem holländischen Pärchen Mythe und Koos und  unserem Guide Pasang werden wir die nächsten 6 Tage  in Tibet verbringen. Pasang teilt uns auch nochmal mit, dass die Tour anders ablaufen muss als geplant, da das Everest Base Camp und der friendship-highway nach Nepal derzeit wegen dem Erdbeben nicht passierbar sind. Nach Nepal können wir auf dieser Reise nicht gehen.

Wir gehen zum Potala Palast, er ist wirklich sehr beeindruckend! Um den Palast geht ein Pilger-Kreis, die Tibeter drehen ihre Runden mit Gebetsmühlen drum herum. Wir sehen Mönche und Pilger, die sich zum beten immer wieder auf den Boden schmeißen.

Der Palast selbst ist sehr groß, hat 1000 Räume, von denen man allerdings nur wenige besichtigen kann. Die Detailfülle erschlägt einen geradezu. Alles ist irgendwie aufs feinste verziert. Mehrere Dalai Lamas liegen in riesigen goldenen Stupas  beerdigt, endlose Mengen Bücher, Mandalas aus Metall, Mönche, Weihrauch und Katzen welche die Mäuse jagen sollen. Ein endloses Labyrinth aus Gängen, Treppen, Höfen und Hallen.

Danach geht es zum Jokhang Tempel, der Mitten in Lhasa gebaut wurde und 1300 Jahre alt ist. Um ihn herum ist wieder ein Pilger-Kreis. Wir gehen in den Tempel rein und auch auf's Dach, von wo aus wir eine schöne Aussicht zum Potala hin haben. Das goldene Dach des Jokhang Tempels, dahinter schneebedeckte Berge, blauer Himmel, Gebetsfahnen - das ist Tibet!

Wir essen eine Kleinigkeit in einem Restaurant zu Mittag und dann fahren wir noch ein Stück zum Sera Kloster. Die Klosteranlagen hat verschiedene Gebäude und Tempel. Wir bewundern bunte Sand-Mandalas, die Druckerei und einen Tempel. Um Drei Uhr debattieren die Mönche in einem Innenhof und man kann dabei zuschauen, wirklich sehr interessant, auch wenn wir natürlich nichts verstehen. Jeder Mönch hat einen Debattier-Partner, der sitzende Mönch stellt die Fragen und der stehende Mönch antwortet, unterstreicht dabei seine Thesen indem er in die Hand klatscht.

Gegen Abend gehen wir zu viert in die Barkhor Straße, die Straße des Pilgerweges um Jokhang herum. Wir kaufen ein paar Gebetsfahnen und essen Yak-Steak und Momo und dann bald zurück ins Hotel, schlafen.
 

Die Tibet Tour (oder nochmal Lhasa)

 
 


Wir checken aus unserem 4 Sterne Hotel aus (Ausländer dürfen nur in ausgewählten Sterne-Hotels übernachten) und laden unsere Rucksäcke in den Minibus. Los geht die Tibet Tour! Wenn auch in gekürzter Form leider...

Wir fahren erst auf der Autobahn, dann eine gut ausgebaute Straße. Hier bauen die Chinesen allgemein noch viel aus... Wir machen kurz Pause und bewundern Gebetsfahnen und Gebetsmühlen. Dann windet sich die Straße langsam die Berge hoch. Wir genießen die Aussicht, schneebedeckte Berge und Tibeter, die wollen, das man ihre Tiere (tibetischer Mastif, Ziege, Yak) fotografiert. Es geht noch weiter hoch, bis zum Pass auf 4700 von da aus sieht man den türkisenen See, dahinter Berge - eine tolle Aussicht. Am See entlang geht es weiter. Dann kommt ein checkpoint, kurz danach essen wir zu mittag.

Und dann kommt die nächste schlechte Nachricht: wir können nicht weiter! Die chinesische Regierung hat die komplette Region Shiagtse gesperrt (weil die Leute aus dem Erdbeben Gebiet in die Stadt ziehen müssen). Und das heißt für uns zurück nach Lhasa... Aber erstmal gehen wir noch zu einem weiteren Pass (5.039), wo es auch einen Gletscher zu bestaunen gibt. Die Stimmung unserer Gruppe ist nicht so gut auf dem Rückweg...
Spät abends sind wir wieder in Lhasa, im gleichen Hotel...

Am nächsten morgen checken wir wieder aus, mit der Hoffnung, heute einmal wo anders zu schlafen und was anderes zu sehen. Wir wollen zum Namtso See. Auf der Fahrt dorthin kommen uns viele Militär Konvois entgegen. Es gibt wieder viele Checkpoints und auch speed limits. Diese sind so gestaltet, dass man mindestens eine gewisse Zeit von einem Checkpoint zum anderen benötigen muss. Also legen wir Pausen vorm nächsten Checkpoint ein, weil unser Fahrer zu schnell gefahren ist.


Und dann kommt die nächste schlechte Nachricht: wir können nicht zum Namtso See! Auf einem Pass dorthin hat es geschneit und für Polizei lässt keine Autos durch... Wir haben aber auch echt kein Glück auf diesem Trip!

Wir können noch in Hot Springs gehen, aber dazu hat keiner mehr Lust. Also essen wir erstmal was, vielleicht wird der Pass ja wieder frei. Dem ist leider nicht so... Also wieder zurück nach Lhasa, zum zweiten mal schon...

Wir schauen dann noch das Drepung Kloster an, sehr schön! Derzeit lernen und leben dort 700 Mönche. Und dann checken wir zum dritten Mal ins gleiche Hotel ein...

Tibet Tour Teil 2: Ganden Kloster

Mit unserer Gruppe (Myrhte und Koos aus Holland) machen wir einen Tagesausflug zum Ganden Kloster, ca. 65 km von Lhasa entfernt. Für die Strecke brauchen wir 2 Stunden, die Autobahn wird gerade erst gebaut. Wir werden ganz schön durch geschüttelt.
 
Das Kloster liegt schön auf einem Hügel. Wir laufen zuerst einmal die Kora, den Pilger-Kreis drum herum ab. Überall Gebetsfahnen und eine schöne Aussicht in mehrere Täler. Das Kloster selbst schauen wir uns auch an. In einem Tempel versammeln sich gerade die Mönche und beten laut vor sich hin. Wir dürfen einfach zu schauen und Matthias zahlt 20 Yuan (~ 3 €), dann darf er sie sogar fotografieren, so lange und so viele Fotos er will. Es ist ein schöne, andächtige Stimmung, die wir ein paar Minuten genießen.
 

Wir essen noch tibetische Nudelsuppe und tibetisches Yak-Curry in dem zum Kloster zugehörigen Restaurant und dann geht es wieder zurück nach Lhasa. Dort bummeln wir noch in einer Markthalle, wo es über Haddaks, Gebetsfahnen, Souvenirs und Kleidung fast alles gibt. Wir handeln ein bisschen und gehen ein paar Souvenirs reicher ins Hotel zurück. Am Abend gehen wir wieder in eines unserer wohlbekannten Restaurants und essen Curry und fried Momo (frittierte gefüllte Teigtaschen) - sehr lecker.

Tibet Tour: endlich raus aus Lhasa

Heute checken wir endlich aus dem Hotel aus und schlafen in einem anderen Ort! Wir freuen uns, einmal auch andere Teile von Tibet zu sehen. Nach einigen Stunden Fahrt muss uns unser Guide Pasang bei der Polizei registrieren und uns ein Alien Permit für diese Region holen. Und es klappt! Wir müssen nicht zurück nach Lhasa!

Wir checken in ein Hotel ein. Unser Zimmer stinkt nach Yak und Zigarettenrauch... Mit unserem Minibus fahren wir zum Longbolhakang Palast. Unser Guide Pasang sucht uns ein einheimisches Restaurant, wo wir aus vier Speisen aussuchen können. Für Myrthe als Vegetarierin ist die Wahl nicht schwer, es gibt nur ein vegetarisches. Matthias und ich essen Yak-Dumplin-Suppe, sehr lecker.



Dann laufen wir zum Palast hoch, er liegt auf einem kleinen Hügel. Man kann auch mit Pferden hoch, unsere Gruppe läuft. Der Palast wurde vom ersten tibetischen König im 2. Jahrhundert v. Chr. gebaut. Er ist sehr klein, zwei Stockwerke mit jeweils einem Raum. Ein paar Mönche sind auch da und natürlich einheimische Pilgerer und chinesische Touristen. In dem einen Raum sind jede Menge Könige von Tibet dargestellt. Leider darf man nicht fotografieren.

 


Wir gehen noch zu den Gebetsfahnen ein bisschen oberhalb des Palastes, hier hat man eine schöne Aussicht.

Unseren letzten Abend in Tibet verbringen wir mit unserer Gruppe, Pasang und unserem Fahrer in einem tibetischen Restaurant. Die Tibeter hier haben wahrscheinlich noch nicht so oft weiße Touris gesehen, so wie sie uns anstarren. Wir essen Reis mit gebratene Kartoffelstücken und bisschen Yak. Es ist zum ersten Mal richtig scharf, sogar Pasang sortiert die rote Peperoni aus. Wir schmeißen noch eine Runde Lhasa Bier (muss erst noch im Laden neben an gekauft werden) und quatschen über Fußball, Propaganda etc... Wir erfahren, dass in China alle Menschen gleich sind und die gleichen rechte haben, nur bekommen zum Beispiel Tibeter keinen Reisepass ausgestellt... 

 
Wir tauschen noch Mail-Adressen mit Myrthe und Koos und Pasang aus und gehen dann zurück ins Hotel. Es ist ein schöner letzter Abend in Tibet!

Zwischenstopp in Kunming

Heute können wir endlich einmal ausschlafen. Um neun Uhr gehen wir zum Frühstück in unserem Hotel, hier ist nichts los, aber sie haben lauter leckere Sachen aufgetischt, tibetisch (Kartoffelstäbchen gebraten...), chinesisch (dumplings) und Western food (toast). Um halb elf checken wir aus und lassen uns von unserem Fahrer und Pasang zum Lhasa Flughafen fahren. Wir verabschieden uns von Pasang und dem Fahrer, geben ihnen Trinkgeld und haben dann 6 lange Stunden Zeit bis unser Flieger geht. Wir fliegen wie Myrthe und Koos nach Kunming, China.

Leider haben wir keine Bank gefunden, die unsere Kreditkarte der DKB akzeptiert und hier im Flughafen nehmen sie auch nur Yuan und keine Kreditkarte. Wir haben noch 11 Yuan übrig und Hunger. Also leihen wir uns was von Myrthe und Koos, bzw. geben ihnen unsere Dollar die wir nun ja nicht brauchen, da wir leider nicht nach Nepal gehen können.

 

Irgendwie bringen wir die 6 Stunden dann doch schnell rum. Wir laufen einmal sogar aus dem Flughafen raus zu einem Shop und kaufen Wasser und Kekse - und das ohne Guide!! In Tibet darf man sich ja ohne Guide fast nirgends frei bewegen... Unser Flieger hat eine Stunde Verspätung. Der Flug selbst über das Himalaya ist wunderschön! Schneebedeckte Berge, richtig hohe Berge überall! Matthias Nachbar will mit einer Übersetzungsapp noch wissen woher wir kommen. Natürlich hat er einen Freund in Deutschland.

In Kunmimg verabschieden wir uns von Myrthe und Koos, es war eine schöne Zeit in Tibet! Wir waren echt eine tolle Gruppe für die sieben Tage!

Mit dem Express Bus fahren wir für je 25 Yuan  (~4€) nach Kunming (über 7 Mio Einwohner) rein. An der letzten Station steigen wir aus und versuchen ein Taxi anzuhalten, dass uns zum Hostel fährt, leider erfolglos. Wir halten drei Taxifahrern die Adresse in chinesisch unter die Nase, aber irgendwie wollen sie uns nicht dahin fahren. Moped-Taxifahrer quatschen uns an und wollen uns dahin fahren. Na gut, wir steigen je auf eines der elektrischen Mopeds für 10 Yuan pro Person. Die Fahrer erzählen uns noch irgendwas, aber so gut ist unser chinesisch nicht... Dann suchen wir in dunklen Gassen unser Hostel für eine Nacht.

Plötzlich steht Isy im Wohnzimmer einer chinesischen Familie, sieht aus wie ein hostel... Der Mann zeigt uns ganz gelassen, wohin es zu unserem hostel geht, zum "lost garden"...

Endlich finden wir das hostel, beziehen unser Zimmer und chillen uns noch ein bisschen auf die Dachterrasse (hier ist es richtig warm im Vergleich zu Tibet, obwohl wir auf fast 2.000m noch sind) bevor wir schlafen gehen.
 
Am nächsten Morgen schauen wir uns einen buddhistischen Tempel an. In dem See gibt es jede Menge Wasserschildkröten in allen Größen. 
 
Wir essen noch Hotpot, es gibt sogar ein Menü auf englisch, so dass wir Fleisch und Gemüse bestellen können. Eine Dame hilft uns beim bestellen und zeigt uns wie es geht. Im Prinzip einfach alles rein in die kochende Öl-Wasser--Suppe. Schmeckt sehr gut!
 
 
 
Dann geht's zum Flughafen und wir sagen " bye bye China" !!

Kuala Lumpur

Melden uns hiermit aus dem unglaublichen tropischen Kuala Lumpur! Wir sind gut gelandet, die Hitze wird erstmal eine Umstellung. Auch müssen wir morgen zuerst shoppen gehen, haben ja hauptsächlich warme Klamotten fürs Himalaya dabei....

 
 

Taman Negara

Nach Bus und dreistündiger Bootsfahrt kommen wir am Rande des Nationalparks Taman Negara (ältester Urwald der Welt), in Kuala Tahan an. Wir suchen eine Unterkunft und finden ein Zimmer für 50 Ringit (12,50€) mit AC in einem Mini Guesthouse (hat nur zwei Räume). Am Abend machen essen wir zum ersten Mal Malayisch, lecker breite Nudeln mit Gemüse und scharf. Danach geht's auf ne Nacht-Dschungel-Tour. Der guide zeigt uns einen großen schwarzen Skorpion direkt neben dem Weg und eine riesen Tarantual, außerdem noch eine Baumschlange und verschiedene Insekten. Danach entscheiden wir uns gegen eine Übernacht-Tour im Dschungel....

 
 
Im Regenwald regnet es natürlich auch, nachts sogar sehr stark (mit Gewitter). Der Regen prasselt auf unsere Unterkunft, sogar die Nachbarskatze sucht bei uns Unterschlupf.
 
Am nächsten Morgen starten wir, nach dem Frühstück in einem der Floating Restaurants  am Fluss, eine kleine Tour durch den Regenwald. Für 1 Ringit pro Person wird man von Dorf auf die andere Seite des Flusses im Taman Negara Nationalpark abgesetzt. Wir starten mit dem Canopy walkway. Heute ist Wochenende, es sind auch viele Einheimische da, so dass wir ca. 30 Minuten warten müssen, bevor wir den Walkway laufen dürfen. In bis zu 40 m Höhe laufen wir zwischen den Bäumen lang. Danach geht es noch auf einen Aussichtspunkt (Bukit Tersek). Bis hierhin ist es ein befestigter Weg mit Planken. Danach wird es Urwaldmäßiger, es ist auch fast niemand hier unterwegs.
 

 

 

 
Gelegentlich fragen wir uns, ob wir noch in der richtigen Richtung unterwegs sind, aber so lange wir immer wieder Boote hören auf dem Fluss neben uns, wird es schon stimmen... Und endlich sehen wir auch wieder Menschen! Wir sind wieder am Parkeingang. Zurück ins Zimmer und den Schweiß abduschen, wir dachten eigentlich in Kuala Lumpur war es warm, aber man kann immer noch mehr schwitzen, wir sind komplett nass...
 
Doch was ist das seltsames an Isabels Bein? Blutegel! Wir waren nicht mal im Wasser und haben Blutegel! Schnell Salz drauf und schon fällt er ab. Jeder von uns hat pro Bein einen. Ecklig!!!

Perhentians Islands

Minibus und einem Speedboot geht es auf die Perhentian Islands, genauer auf die kleine Insel zum Long Beach. Dort dürfen wir unsere Rucksäcke in einem Hostel lassen, während wir uns eine Unterkunft suchen. Die Chalets und Bungalows sind alle schön am Strand angeordnet. Wir finden einen einfachen Bungalow mit fan und Meerblick im Lemon Grass für 60 Ringitt (~15€). Strom gibt es hier allerdings nur Nachts von sieben bis sieben. Es ist so mega heiß, wir springen erstmal ins Meer. Richtig klar ist das Wasser, mit schönem Sandstrand und warm...

 
Am nächsten Tag machen wir eine Schnorchel-Tour. Zuerst geht es zum Turtle Point, wo wir auch tatsächlich eine große Meeresschildkröte sehen! Dann weiter zum Shark Point und auch hier schwimmt ein kleiner Hai an uns vorbei....



Beim nächsten Stopp können wir viele Fische bewundern (Nemo!!) und dann gibt es erstmal Mittagessen in einem kleinen Dorf. Dort ist alles billiger als auf "unserer Insel" also decken wir uns ein bisschen ein. Noch einmal schnorcheln am Coral Garden und von einem wunderschönen kleinen Strand geht es dann zurück. Sehr schön, wir haben auch richtig was gesehen! Sonnenverbrannt sind wir natürlich auch...
Am Abend essen wir noch lecker Fisch und malayisches Curry, laufen noch über den Strand, bewundern die anderen Sternenbilder hier am Himmel und genießen die entspannte Stimmung am Strand mit einer Shisha.
 

Letzter Tag in Kuala Lumpur

Nach 9 Stunden im Bus sind wir wieder in Kuala Lumpur. Am abend essen wir lecker vietnamesisch, Frühlingsrollen und Seafood. Die zwei Mädels am Nachbartisch fragen uns, woher wir kommen. Sie sind aus der Mongolei. Sie setzen gerade an zu sagen " it's between Russia and China..." als wir sagen, dass wir schon mal in der Mongolei waren! Da freuen sie sich, wir stoßen alle vier an. Ihr Bruder lebt in Deutschland, in Stuttgart. Als wir sagen, dass wir da auch wohnen, freuen sie sich noch mehr, wir stoßen wieder an. Was ein schöner Zufall!!

 Am nächsten Morgen drehen wir noch eine kleine Sightseeing-Tour durch KL. Zuerst in eine Moschee, leider dürfen wir nicht ganz rein...

 

Weiter geht's  in Chinatown, einen Taoistischen Tempel angucken und einen Hindu Tempel (leider auch zu), ist schön multikulti hier.
 
Am Abend gehen wir noch zu den Petronas Towers, die sind echt ganz schön groß... Wir laufen aus versehen durch die Edel-shopping-Mall durch (Gucci etc.) und bewundern die Türme noch mit Beleuchtung.
 
Am abend lecker Thai essen und noch kokos- Eis, mhmmm...

Heim geht's...

Wir nutzen die Zeit bis zum Abflug und besuchen nochmal den Hindu Tempel, heute hat er auf. Also Schuhe draußen für 20 MR Cent abgeben und rein geht's, barfuß. Plötzlich leutet die Glocke wie verrückt und Männer machen auf Trommeln und mit Flöten laute Musik, eine Zeremonie geht los. Nacheinander wird einem Shrine mit Gott drin nach dem anderen verehrt. Wir schauen fasziniert zu.

Um drei Uhr machen wir uns mit dem Star Shuttle zum Flughafen auf. Einchecken und dann innerhalb des Terminals mit dem skytrain zu unserem Gate. Wir drehen noch eine Runde durch den Airport-Dschungel (kleiner angelegter Urwald im Terminal) und dann geht's heim!
 

Gut gelandet

 Wir sind nach ca. 17 Stunden unterwegs wieder gut in Stuttgart gelandet!

 Jetzt erstmal auspacken...