Fahrten

Schönbuchfahrt

Tag 1 (17.7.2015)

Echt stressiger Tag heute. Trotzdem packen Schugga, Sarah und Ich Freitag Abend noch die Affen. Die Beiden kaufen noch Futter und Gas für den Kocher. Wegen der Waldbrand Gefahr ist Feuer machen gerade verboten. Ich packe fertig, laufe bei den Beiden vorbei, sie machen noch Affenrollen. Wir laufen raus in den Wald und suchen uns eine kleine Lichtung, setzen uns hin und packen den Kocher aus, machen Geschnetzeltes mit Spätzle. Extrem lecker. Spülen mit Klopapier, aus Wassermangel.

Die Hütte in die wir eigentlich wollten ist von Jugendlichen belegt. Es ist heiß und die Mücken nerven. Die Schlafsäcke sind eindeutig zu warm für dieses Wetter. Nachts blitzt und donnert es, der Regen hält sich zum Glück in Grenzen, vor allem dank dem dichten Blätterdach unter dem wir es uns bequem gemacht haben. Einmal wird der Regen aber so stark das wir anfangen unsere Sachen zu packen. Natürlich hört es auf nachdem wir fast gepackt haben. Wir legen uns wieder hin.

 

Tag 2

Schlafen bis 8 Uhr und gemütlich frühstücken. Dann geht die Fahrt endlich richtig los. Runter ins Sieben Mühlen Tal (auch wenn es 11 Mühlen dort gibt). Die erste hat zu, bei der zweiten gibt’s ein Radler. Es ist eine sehr schräge Mischung aus Dorfkneipe im Nirgendwo inklusive Stammgästen die Mittags bereits an Ihren Stühlen und Gläsern kleben, und einem beliebten Ziel für  Sonntagsausflüge mit eigenem Bio Essen. Leicht verstört laufen wir weiter bis wir Mittagessen im Regen, mit Blick auf Waldenbuch. Bei einem bekannten Schokoladen Fabrikanten in diesem ansonsten verschlafenen Nest wird gerade 10 Jähriges Jubiläum des hauseigenen Museums gefeiert. Wir genießen was von dem Kuchen und bestaunen die Kunst (wir werden mindestens eben so zurück bestaunt) bis der Regen endlich nachlässt. Wir holen uns jeder zwei von den Helium Ballons und binden sie an die Affen. Das erleichtert das Tragen erheblich, von nun an sind wir auf Ballonfahrt! Der weitere Weg das Tal hinauf ist von diversen Plastiken gesäumt, führt an einer weiteren, natürlich geschlossenen Mühle vorbei, Pause an einem netten kleinen Stausee. Isabel ist endlich mit der Arbeit fertig und kommt vorbei, mit der vierten Kohtenplane. Nach ein paar Kilometern treffen wir auf eine nette kleine Grillhütte die sich perfekt zum schlafen geeignet hätte (oder zumindest um die Kohte aufzuschlagen). Leider ist die Hütte von einigen leicht bekleideten, leicht angetrunkenen Herren leicht fortgeschrittenen Alters leicht in Beschlag genommen. Also lassen wir die Hütte mit dem spannenden Linoleum Boden (sämtliche von 1985 bis 1995 im Sortiment von OBI erhältliche Muster) schweren Herzens hinter uns finden einen netten, Mücken freien Platz im Wald, wo wir die Kohte an 4 der Ballons hoch ziehen. Stangen sind überbewertet. Bis auf einen neben meinem Kopf randalierenden, riesigen Käfer ist die Nacht ruhig.

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Tag 3

Kurz nach 9 sind wir wach, packen und die letzten paar Kilometer, natürlich an einer geschlossenen Mühle vorbei, nach Hause. Dort gibt es wenigstens noch ein Radler bevor sich unsere Wege wieder trennen.

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- Knüpfer

Bregenzer Wald

Tag 1 (19.8.2015)

Alle machen früh Feierabend oder haben schon Urlaub, Heim, packen. Isabel und Knüpfer schmeißen Affe und Rucksack ins Auto, holen Sarah mitsamt Essen, Schuggas und Grogs Affen ab. Die Beiden sind schon mit den Motorrädern voraus gefahren. Mit vollem Auto fahren wir über die A8, A7 und A96 nach Lindau und weiter nach Österreich. Dann geht es in die Berge, recht spät kommen wir in Mellau an, erst gegen 6 Uhr abends. Grog und Schugga sind schon da. Wir packen schnell alles fertig, die Motorrad Klamotten ins Auto und stopfen das Essen in die Affen. Loslaufen, Richtung Wald. Das Wetter wird immer schlechter, die vollen Affen drücken. Vor uns erhebt sich die Fellswand. Immer steiler geht es den Waldweg hinauf. Der Wald selber ist alles andere als eben. Trotzdem finden wir nach einigem Suchen eine Stelle Waldboden wo die Kohte gerade so hinpasst, schief und mit einigen Großen Steinen so das wir unsere Schlafplätze anpassen müssen. Es gibt das mittlerweile traditionelle Fahrten anfangs essen, Nudeln mit Geschnetzeltem (vorgekocht von Sarah). Luxus und seeeehr lecker. Mit guter Laune, aber einer gehörigen Portion Respekt vor dem Berg der vor uns liegt gehen wir schlafen.

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Tag 2

Erstaunlich spät erst wachen wir auf. Müsli mit Milchpulver (das laut Packung keine Milch enthält…). Grog geht nochmal etwas zurück zum Brunnen am Waldrand, Wasser holen. Micropur haben wir vergessen. Sollte hier eigentlich egal sein. Erst kurz vor Mittag kommen wir überhaupt los. Der Weg ist extrem, 50 - 100% Steigung. Bei einer Alpe kurze Pause, dann weiter bis hoch zu dem Plateau das zwischen Hang und Bergkamm liegt, auf ca. 1400 Meter. Mellau selber liegt auf 700, der Kamm über uns auf 2000 Meter. Wunderschöne Landschaft und ein verspätetes Mittagessen, das sehr opulent ausfällt. Lauter lecker Bio Zeug. Weiter am Lift vorbei der gerade neu gebaut wird, zu unserem Glück. Hier ist fast niemand weil es keinen Lift gibt der einen schnell und einfach her bringt. Rehe sehen wir und Blaubeeren hat es auch! Kurz nach drei Uhr zieht der Himmel zu, der Regen kommt. Wir schlagen zwischen Blaubeer Sträuchern bei einem alten Holzhaus die Kohte auf. Prompt hört es zu regnen auf. Wir nutzen die Zeit um ein kleines Feuer zu entfachen. Topf mit Seife einschmieren, damit er nicht so rußig wird und auf dem Feuer kochen. Maultaschen und Trockengemüse das wir noch übrig haben. Fast schon kitschig schön hier. Früh gehen wir schlafen, diesmal gerader, weicher Boden und viel Platz.

 

Tag 3

Diesmal früher raus. Blaubeeren ins Müsli. Wir erhalten noch Gesellschaft von zwei Kühen und einem Kalb, die uns interessiert beim Packen zuschauen. Dann geht es weiter den Berg hinauf. Wir laufen an der Straße und werden Lkws abgedrängt. Als wir der Kante zum Tal hin sehr nahe kommen, haben wir einen schönen Ausblick, bis ins Allgäu. Die nächste Alpe hat geschlossen. Es ist aber eine Frau da, die wir nach dem Weg fragen, da es auf der Karte aussieht, als könnten wir eine Stück abkürzen. Es klingt so, als wäre es kein Problem und so beginnt das Abenteuer.

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Ein letztes Stück auf einem Feldweg, dann geht es über einen Zaun ins Ungewisse. Wir versuche möglichst auf einer Höhe zu bleiben um keine Höhenmeter zu verschenken. Dann sehen wir endlich wieder einen Weg. Dieser verläuft sich aber auch bald wieder. Nach einer kurzen Pause geht es auf eine Anhöhe und wir stellen nach einiger Zeit fest, dass es sehr schwer wird weiter zu kommen. Daher beschließen wir ein Stück zurück zu gehen um auf den Weg, der unter uns liegt zu kommen. Dort gibt es Mittagessen und dann geht es weiter. Unsere ursprüngliche Route stellt sich als zu weit herraus, und so planen wir regelmäßig um. Nun folgt ein steiler Anstieg, der uns auf den nächsten Absatz des Berges bringt. Dort gibt es wieder einen Hütte, leider privat und es sind Leute da. Wir fragen und dürfen uns in der Nähe niederlassen. An einem wunderschönen Wasserfall bauen wir die Kohte auf, duschen im Wasserfall, eiskalt aber nötig. Es gibt Couscous mit Gemüse. Der Sonnenuntergang ist wunderschön. Fette Kröten und Ziegen treiben sich hier rum. Nachts gehen wir noch einmal raus den fantastischen Sternenhimmel bewundern.

 

Tag 4

Früh raus. Trotzdem ziehen die ersten Wolkenfetzen am Horizont auf, aber es bleibt schön als wir die letzten 400 Höhenmeter in Angriff nehmen. Oben auf dem Gipfel bei 2060 Meter treffen wir auch auf Touristen die mit der Seilbahn von der anderen Seite her gekommen sind. Ein paar Meter weiter, zwischen Kühen und Touristen legen wir uns ins warme Gras oberhalb der Felskannte, essen und dösen etwas vor uns hin, bis wir uns wieder aufraffen und zur ersten Alpe laufen die bewirtschaftet ist. Wir genehmigen uns einen Nachtisch. Einige Blicke auf die Karte und wir merken wie wenig weg und wie viel Skigebiet, Ort und Sessellift vor uns liegt. Der Tag ist noch jung und wir beschließen auf die Burg zu fahren. Dort soll laut Erdbeer keiner sein. Wir nehmen den Sessellift runter (eh besser für die Knie) nach Damüls. Schugga, Knüpfer und Grog stellen sich an die Straße und versuchen nach Mellau zurück zu trampen. Es hält wirklich jemand und hat erbarmen! Ein Pärchen läd gerade die Autobatterie auf und fährt sie bis nach Mellau weil sie nichts besseres vor haben. Das nennt man Service! Grog und Schugga fahren mit den Motorrädern los Richtung Hohenkrähen, während Knüpfer nach Damüls zurück fährt und Sarah, Isabel und die Affen einläd. Auf der Burg treffen wir uns nach einer doch etwas längeren Fahrt wieder. Die ist seltsamerweise voller Grauer Reiter die sich alle zufällig auf der Burg der Burgen eingefunden haben. Dani mit Kind und Katze (! sie zieht um und es gab leider keine andere Möglichkeit) , Harry, 99, Nico, Rüble… Botisphaden ist auch zahlreich vertreten. Und eine Horde DPSGler hat die Burg fast vollständig überdacht, Kühlschränke mitgebracht und ein Schwerlastregal im Kaminraum aufgebaut. Wir genehmigen uns noch den letzten Packen Nudeln und genießen einen wunderschönen Sommerabend.

 

Tag 5

Ausgeschlafen und den Rest Müsli mit Milchpulver verspeist. Wir gehen mit Rüble noch bei Schnitzel Uschi vorbei, als krönender Abschluss. Die lässt es sich nicht nehmen am Ende alle mit einem Schnaps zu verwöhnen. Da aber alle fahren müssen, bzw. keinen Alkohol trinken, bleiben alle 6 Schnäpse an Knüpfer alleine hängen...

Alle Bilder:

 

 

- Schugga und Knüpfer